Nikon EM

1980 wagte Nikon den Schritt in den Massenmarkt mit einer Spiegelreflexkamera, über die vor allem selbsternannte Profis damals nur den Kopf shcütteln konnten. Und auf den ersten Blick wirkt die Nikon EM auch etwas spartanisch ausgestattet: nur Zeitautomatik, eine mechanische Notzeit von 1/90tel Sekunde und dem ebenfalls mechanischen B-Modus, bei dem der Verschluß solange offen bleibt, wie der Auslöser gedrückt wird. Keine manuellen Zeiten, keine Spiegelvorauslösung, nur eine feste Gegenlichtkorrekturtaste um zwei Blendenstufen mehr. Wahrlich, kein Profigerät!

Doch auf den zweiten Blick steckt wesentlich mehr in der Kleinen, als die bloßen technischen Daten vermuten lassen. Benutzt man nämlich den Selbstauslöser, so hat man doch eine Spiegelvorauslösung, um erschütterungsfrei vom Stativ auszulösen, und eine Belichtungskorrektur kann man auch über über das Filmempfindlichkeitswahlrad (25 bis 1600 ASA) vornehmen. Und weil sie so schön klein, leicht und kompakt ist, nimmt man sie gerne auch mal mit, wo man sonst keine Spiegelreflexkamera mitnehmen würde.