Nikon D80
Die D80 hat fast alles, was ich an der D50 vermißt habe: einen halbwegs vernünftigen Sucher, eine Abblendtaste, ein zweites Einstellrad und eine Spiegelvorauslösung. Darüberhinaus bietet sie noch einblendbare Gitternetzlinien im Sucher, ein besseres AF-Modul mit elf statt bloß fünf Meßfeldern, ein großes Display, das wirklich endlich mal zur Schärfekontrolle taugt und viele Tasten, die einem direkten Zugriff auf die wichtigsten Funktionen wie Belichtungsmessung und Meßfeldsteuerung (via Funktionstaste) erlauben.
Außerdem gibt's gleich zehn Megapixel Auflösung, ob man die wirklich braucht, sei dahingestellt, für Ausschnittsvergrößerungen find ich's ganz nett, wenn denn das Objektiv überhaupt soviel Auflösung hergibt...
Nerven tut immer noch die Doppelbelegung mancher Tasten: so ist z.B. die ISO-Taste im Wiedergabemodus die Verkleinerntaste, um also den ISO-Wert einzustellen, muß man erstmal den Auslöser halb durchdrücken.
Außerdem hat auch die D80 keine Belichtungsmessung mit non-AF-Objektiven, was mir in 95& der Fälle zwar nichts ausmacht (bisher), aber irgendwie auch schon nervt...
Hätte es die D80 schon im Juni gegeben und hätte ich damals bereits gewusst, was ich heute über das photographieren weiß, wäre dies definitiv meine erste Spiegelreflex geworden.
Da ich damals aber so gut wie gar nichts wusste und einfach blind meinem Gefühl (und den Anpreisungen des Verkäufers) gefolgt bin, bin ich doch recht froh, mit der D50 einen immer noch sehr guten Einstieg in die "gehobene" Photographie gefunden zu haben.
Zugunsten einer D200 wurde die D80 allerdings recht kurzfristig wieder verkauft.